Über NDS

Die altgriechische στοὰ ποικίλη – stoa poikilē – bezeichnete die bemalte Säulenhalle auf der athenischen Agora, in der um das Jahr 300 v Chr. herum der Philosoph Zenon von Kition begonnen hatte, seine Lehren zu verbreiten. Eine unbekannte Zeit später hatte sich die danach benannte Schule der Stoa gegründet und beeinflusste die Weltgeschichte mit Vertretern wie Seneca und Marc Aurel und übte auch in der Neuzeit Einfluss auf große Persönlichkeiten aus: René Descartes und Immanuel Kant etwa ließen sich merklich von ihr prägen.

Trotz ihrer vielfältigen Strömungen und weitreichenden Aspekte und ihrem obersten Vorhaben, Glück im Leben durch eine natürliche innere Ordnung zu erlangen, verfügt die stoische Lebenshaltung über Attribute und Werkzeuge, mittels derer man sich jeder Situation erwehren kann. Unerschütterlichkeit, Genügsamkeit und das persönliches Verantwortungsbewusstsein sind drei Säulen der Stoa – und können nicht nur den Weg zum Glück ebnen, sondern auch zu objektven Erkenntnissen, unverrückbaren Wahrheiten und logischen Reaktionen, frei von der Kontrolle ungemächlicher Gefühle.

Die Neue Deutsche Stoa soll diese Attribute anwenden um Einblicke in die westliche Gesellschaft im Allgemeinen und die deutsche im Speziellen anzubieten, die sich von den Hauptströmungen moderner Medien, Politik und sozio-ökonomischen Perspektiven abheben. Eine versucht sachliche Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit, selbstverantwortlich, unempfindlich, unerschütterlich. Mit Hauptaugenmerk auf politischen Angelegenheiten, der westlichen Gesellschaft und regelmäßigen Kommentaren zu aktuellen Ereignissen soll eine vernünftige und souveräne Sicht auf die Unruhen des 21. Jahrhunderts geworfen werden, bodenständig, stets um Quellen bemüht, doch allem gegenüber kritisch.